B 23 Oberau

Einschleifung der B23 in die B2 neu

Zur Verlegung der B 23 aus Oberau – die Katze ist aus dem Sack
Seit 40 Jahren wird an der Verlegung der von Ettal kommenden B 23 aus dem Ortsbereich von Oberau geplant. Die Planungsbehörden verfolgten hierfür immer eine verheerende Hangtrasse entlang des Mühlbergs im Norden von Oberau.
Auf der Informationsveranstaltung am 30. Januar in Oberau wurde nun die vom Staatli­chen Bau­amt Weilheim (SBW) favorisierte Lösung offiziell vorgestellt. Die Trasse soll von der Ettaler Kehre bis zum Nordportal des Umfahrungstunnels offen verlaufen, mit einer Talbrücke direkt hinter dem Trachtenheim und in nächster Nähe zum Schwimmbad. Jede den Mühlberg verschonende Alternative wurde ohne nähere Untersu­chungen vom Tisch gewischt.
Zu Beginn der Planungen wurde der Wert des Mühlbergs noch so hoch geschätzt, dass im Raum­ordnungsverfahren (ROV) 1982 dessen Durchschneiden mit einer Bundesstraße von der Gemein­de Oberau, vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, vom Bayer. Lan­desamt für Umweltschutz und von der Regierung von Oberbayern kompromisslos ab­gelehnt wurde.

Seit 40 Jahren wird an der Verlegung der von Ettal kommenden B 23 aus dem Ortsbereich von Oberau geplant. Die Planungsbehörden verfolgten hierfür immer eine verheerende Hangtrasse entlang des Mühlbergs im Norden von Oberau.Die vorgeschlagene Alternative zur Mühlbergtrasse, d. h. die direkte Einbin­dung der B 23 in den Umfahrungstunnel, ausgehend von einem Kreisel am Fuß des Ettaler Berges, vermeidet die Durchschneidung des Mühlbergs und würde auch den Durchgangsverkehr auf der B 23 komplett aus Oberau herausnehmen und so den Ort wirksam vom Verkehrslärm befreien.

Der Mühlberg ist Teil des FFH-Gebietes 8432-301 Auerberg-Mühlberg. In der Präambel zu dessen Managementplan der Regierung von Oberbayern, mit dem Motto „Europas Natur­erbe sichern – Bayerns Heimat bewahren“, ist u.a. zu lesen, dass dieses Gebiet „zu den Besonderheiten im bayerischen Alpenraum zählt“.

Wie ernst kann man diese Worte der Regierung von Oberbayern nehmen, angesichts der geplan­ten zerstörerischen Eingriffe im Bereich dieser „Besonderheit des Alpenraums“. Das SBW sieht offenbar noch immer seine Aufgabe darin, mit al­len Mit­teln ein Pla­nungsfossil aus den Zeiten, als Oberau noch im Os­ten umfahren werden sollte (A 95), durchzusetzen. Nachdem jahrzehntelang keine Anstrengungen für eine Verschonung des Mühlbergs unternom­men wurden, wird jetzt die vorgestellte Alternative der direkten Einbindung der B 23 in den B 2-Tunnel mit konstru­ierten und nicht nachvollziehbaren „Ausschlusskriterien“ als nicht machbar hingestellt und als fachlich nicht verantwortbar bezeich­net.

Vereint mit der Initiative NO B 23 NEU in Oberau kämpft die Kreisgruppe des BN jedoch weiter ge­gen die sinnlose Zerstörung des Mühlbergs, denn für den Bund Naturschutz und die Initiative NO B 23 NEU ist die Mühlbergtrasse ein Mahnmal für eine falsche Umwelt- und Verkehrspolitik, Steuergeldver-schwendung und die politische Blockade gegenüber zukunftsfähigen Lösungen.

Dr. Andreas Keller
Beirat im Vorstand der Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

 

 

Nationalpark im Ammergebirge und Wettersteingebiet endgültig Geschichte?

Das Suchgebiet für den Nationalpark erstreckt sich etwa von Schloss Neuschwanstein, über das Ammergebirge und Schloss Linderhof, die Bergsturzwälder um den Eibsee, das Höllental, das hintere Reintal und das Schachenschloss bis zum Lärchkopf und Kämikopf. Der höchste Punkt ist die Zugspitze. Nachdem das Gebiet drei der Königsschlösser von Ludwig II. umfasst, drängt sich der Name "König Ludwig Nationalpark" auf. Ein möglicher Nationalpark Ammergebirge wird definitiv nicht kommen. Das beschloss das Bayerische Kabinett in seiner Sitzung im Juli 2018 auf der Zugspitze.
Im Winter 2019/20 dürfte aber ein Bär schon mal den Naturwert dieses Gebietes getestet haben.

 

Grünbuch nachhaltige Verkehrsinfrastrukturplanung- Zur Transformation des BVWP 2030

Toteiskessel Ohlstadt

Noch unter der Regie von Frau Dr. Haeckel konnte die Fläche in Ohlstadt erworben werden. Die Pflege erfolgt über die Mitglieder und Freunde des Bund Naturschutz. Voraussichtlich im August wird die Fläche gemäht, den Termin bestimmt die Wetterlage. Bei trockenem Boden sind die Aussichten auf trockenes Heu am besten. Heuer könnte es auch wieder erforderlich werden, die Gehölze am Rand zurückzuschneiden.

Wer mitmachen möchte,  bitte melden.

Christine Wiggers, Ohlstadt

 

30 Jahre Trinkwasserentnahme aus dem Loisachtal durch die Landeshauptstadt

Den Stadtwerken München wurde vor mehr als 30 Jahren die wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser aus dem Loisachtal erteilt; diese war auf 30 Jahre befristet. Nun haben die Stadtwerke eine Bewilligung für das zutage Fördern von Grundwasser für weitere 30 Jahre beantragt. WEITER>

Natur unter Beschuss

Weil der Klimawandel auch in Deutschlands höchst gelegenem Skigebiet an Schnee und Eis nagt, bekämpfen Seilbahnbetreiber und Touristikunternehmer den Schneemangel mit immer neuen und immer leistungsfähigeren Schneekanonen. Ein aussichtsloser Kampf gegen die Folgen der Klimaerwärmung, der Millionen Euro und unwiederbringbare Natur als Opfer fordert.  mehr

"Nolympia"

Die Kreisgruppe hat über viele Jahre hinweg die Olympiabewerbungen von München und Garmisch-Partenkirchen kritisch begleitet. Am Ende haben uns die Bürger der Marktgemeinde und der Landeshauptstadt Recht gegeben und in mehreren Bürgerentscheiden eine Olympiabewerbung abgelehnt. Ein wichtiger Sieg für den Naturschutz und ein weiterer Schritt die einzigartige Natur im bayerischen Alpenraum langfristig zu erhalten. mehr über "Nolympia"