Biodiversität in ungenutzten Wäldern

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Seit Tausenden von Jahren nutzt der Mensch in Mitteleuropa die Ressource Holz und hat den Wald auf ca. ein Drittel seiner Fläche zurückgedrängt. In diesen verbliebenen Wäldern hat intensive Forstwirtschaft dazu geführt, dass heutzutage sehr viele Arten, welche an alte Bäume und Totholz gebunden sind, auf den Roten Listen stehen und in genutzten Wäldern fehlen.

 

Dr. Claus Bässler forscht seit vielen Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald, in dem seit nunmehr über 40 Jahren die forstliche Nutzung ruht. In dieser Zeit unterlagen die Wälder des Parks einer starken Dynamik durch Windwürfe und Borkenkäfer. Das großflächige Absterben der älteren Fichtenbestände entfachte eine intensive emotionale Diskussion bis hin zu Vorwürfen, die Strategie „Natur Natur sein lassen“ führe zu einer „ökologischen Wüste“. Am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald wird Dr. Bässler in seinem Vortrag "Biodiversität in ungenutzten Wäldern" beleuchten, welche Effekte das Naturschutzinstrument „Schutzgebiet“  auf die Entwicklung der Biodiversität hat.

 

 

 

Wildbiologe Ulrich Wotschikowsky

Nachruf auf Ulrich Wotschikowsky
Am 30. August 2019 ist Ulrich Wotschikowsky nach langer schwerer Krankheit mit 79 Jahren verstorben.
„Der Wotsch“ fehlt uns, und das wird noch lange so bleiben. Ein Mann mit Herz und Verstand, ein Wildbiologe mit Leib und Seele, ein begnadeter Redner und ein Mann mit Rückgrat. Ein ausgewiesener Wolfsexperte, der dieses Tier unermüdlich gegen Missverständnisse und Unterstellungen verteidigte aber auch die Sorgen und Bedenken der Landwirte anhörte und ernst nahm. Er war immer um einefaktenbasierte, ehrliche Auseinandersetzung bemüht und ließ sich von niemanden vereinnahmen.


Er hat sich immer für ein gutes Miteinander von Mensch und Wildtier eingesetzt und es war ihm ein großes Anliegen, auch umstrittenen Wildtieren, wie dem Wolf, wieder einen Platz in unserer Kulturlandschaft einzuräumen. Auf die wiederholt gestellte Frage „Brauchen wir den Wolf?“ antwortete er sinngemäß „Wir brauchen auch keinen Enzian und kein Edelweiß und keine Opern und Kunstwerke. Aber die Welt wäre ärmer ohne sie. Außerdem, wie können wir es uns erlauben, die Schöpfung in Frage zu stellen?“, zitiert ihn sein Sohn.

Der Wotsch ist gegangen, nun wird der Wolf ohne ihn kommen müssen.
Ingrid Geiersberger

 

 

 

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"Strategien naturnaher Waldwirtschaft" vorgestellt am 4.April 2014 von Meinhard Süss Forstbetrieb Oberammergau bei einer Exkursion im Graswangtal

Exkursion ins Murnauer Moos

Moorwälder und Moorpaten

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