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Bundestagswahl 2021

Straßenbau: Dinosaurier-Politik vor Ort

Straßen- und Tunnelbau im Loisachtal bei Garmisch

Die geplanten Straßenausbauten im Loisachtal, wie zum Beispiel der Auerbergtunnel oder die Tunnelumfahrung von Oberau, sind beispielhaft für eine fehlgeleitete Verkehrspolitik. Der BUND Naturschutz sieht auch die Alpenkonvention durch die geplanten Straßenbauprojekte verletzt. Die für die Straßenausbauten zur Verfügung stehenden Gelder sollten stattdessen in eine Verbesserung des Schienenverkehrs nach Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Reutte fließen.

Jahreshauptversammlung 14. Juli 2021

mit Neuwahlen der Vorstandschaft

Wie angekündigt, fanden bei der Jahreshauptversammlung heuer auch wieder Neuwahlen der Vorstandschaft statt. Es gab einige Änderungen, Nathalie Fischer kandidierte nicht mehr für das Amt des Schriftführers, nach 8 Jahren zog sie sich aus der Vorstandschaft der Kreisgruppe zurück, bleibt aber in der Ortsgruppe Oberes Loisachtal weiterhin aktiv.

Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender                 Axel Doering
Stellvertr. Vorsitzender     Dr. Hasso von Zychlinski
Schatzmeister                   Christine Wiggers (Delegierte)
Schriftführer                      Wolfgang Wiggers
Beisitzer                            Ingrid Geiersberger, Joachim Mark, Dr. Andreas Keller, Schneyder Martin,
                                          Harald Freese
Ersatzdelegierter               Martin Kleiner

Ingrid Geiersberger und Martin Schneyder fehlen leider auf dem Foto.
 

 

Verstärkung gesucht

Wolfgang Wiggers hat sich für das Amt des Schriftführers zur Verfügung gestellt, bis eine interessierte Nachfolgerin oder Nachfolger gefunden wird. Wer kann sich vorstellen, bei den etwa 9 bis 10 Vorstandssitzungen im Jahr ein kurzes Protokoll zu erstellen und sich in die Naturschutzbelange des Landkreises einzuarbeiten?


Endspurt: Hummeltelefon summt und brummt

Das BN-Hummeltelefon – Mitmachaktion für Insektenfreunde läuft noch bis zum 24.05.2021

Das WhatsApp-Postfach des bayerischen Hummeltelefons glüht. Das Mitmach-Projekt des BUND Naturschutz und des Instituts für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) ist ein voller Erfolg. Rund 1200 Interessierte haben bisher 2.800 Fotos von Wildbienen zum Bestimmen geschickt. „Die Resonanz ist riesig und die Menschen sind sehr daran interessiert, die Hummelarten im eigenen Garten kennenzulernen“, so erster Vorsitzender der Kreisgruppe Axel Doering des BUND Naturschutz. Die Aktion läuft noch bis zum 24. Mai, Pfingstmontag.

Das Hummeltelefon-Team antwortet mit dem Namen der Hummel-Art  und Informationen rund um Ihre Hummel. 

  1. Telefonnummer der Hummel-Hotline zu Ihren Kontakten hinzufügen: 01 51 / 18 46 01 63
  2. Hummel mit WhatsApp fotografieren und Foto mit Postleitzahl und Datum an die Hummel-Hotline senden.
  3. Unsere Experten antworten sagen Ihnen, welchen Hummel-Art Sie entdeckt haben.

Gerne können Sie Ihr Hummel-Foto auch per Mail an uns schicken: hummelfund@ifbi.net

https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/welche-hummel-ist-das

 

 


Bewerbung Ski-Weltmeisterschaft 2027

Demonstration gegen die Entscheidung des Gemeinderats

Den Coronabedingen geschuldet konnte und wollte die Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen nur eine kleine Demonstration gegen die Bewerbung von Garmisch-Partenkirchen für die Alpine-Ski-Weltmeisterschaft vor der Gemeinderatssitzung durchführen.

Der Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen hat sich am 15.04. für eine eine erneute Bewerbung um die alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Jahr 2027 entschieden. Sechs Gemeinderäte sprachen sich gegen eine Bewerbung ein. Die Versprechen der NACHHALTIGKEIT würden wir gerne glauben, wurden in der Vergangenheit aber immer eines anderen belehrt.

 

In einem offenen Brief im Vorfeld der Gemeinderatssitzung an die politischen Entscheidungsträger in Garmisch-Partenkirchen begründet der BUND Naturschutz seine klar ablehnende Haltung zu einer neuen Bewerbung.

https://www.bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/bewerbung-garmisch-partenkirchens-um-ski-weltmeisterschaften-2027-ein-anachronismus-in-zeiten-der-klimakrise

 

 


Mitmachaktion: Gartenschläfer gesucht!

Doch wo lebt der Gartenschläfer überhaupt?

Foto: Sven Büchner
Tagsüber wird man sie nur sehr selten sehen. Denn Gartenschläfer (Eliomys quercinus) sind meist nachtaktiv. Tagsüber schlafen die putzigen Tierchen oft in den Höhlen alter Bäume, die sie auch für die Aufzucht ihrer Jungen nutzen. Anders als ihr deutscher Name vermuten lässt, leben Gartenschläfer überwiegend in Laub- und Nadelwäldern mit einer vielfältigen Bodenvegetation mit Moosen, Beerensträuchern und felsigen Strukturen. Aber auch im Gebirge wurde er schon in großen Höhen nachgewiesen.Durch die nachtaktive Lebensweise des Gartenschläfers ist über seine Verbreitung in Oberbayern relativ wenig bekannt.

Seit den 1970er-Jahren hat sich das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers in Europa halbiert und ist auf wenige isolierte Bereiche zusammengeschrumpft. Da die Bundesrepublik im Kern des verbliebenen Verbreitungsgebietes liegt, hat Deutschland eine besondere Verantwortung, um den bedrohten Gartenschläfer zu schützen.

Doch wo lebt der Gartenschläfer überhaupt?
Diese Frage soll nun auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geklärt werden. Und dafür brauchen wir Ihre Mithilfe. Mit Wildkameras, Nistkästen und Spurenrohren wollen wir dem Bilch auf die Schliche kommen. Interessierte melden sich bitte in der Geschäftsstelle. Auch wer nicht an der Online-Einführungsveranstaltung  am 19. März teilnehmen konnte, sollte sich melden. Wenn genügend Teilnehmer zusammenkommen, soll Anfang Mai noch eine Einführung in der Region stattfinden.

 

 


Anbieter torffreier Erden

Zusammengestellt vom Bund Naturschutz, OG Murnau mit Umgebung.

ANBIETER TORFFREIER ERDEN
im Raum Murnau, Seehausen, Ohlstadt, Eschenlohe, Bad Kohlgrub, Großweil finden Sie torffreie Erden u.a. hier:

Gärtnereien
Garten-Pflanzen Benn, Murnau
Gartengestaltung Sauer, Murnau

Grüngutannahmestelle
Murnau-Weindorf  (ab April,Schubkarren mitbringen)

Naturkost
Naturkost Hacklhof
Solaya

Supermärkte/Gartencenter
BayWa Murnau
EDEKA Luidl, Großweil
EDEKA Luidl,  Eschenlohe
EDEKA Mayr, Uffing
Feneberg Murnau
Feneberg Ohlstadt    


Auerbergtunnel als Ausdruck falscher Verkehrspolitik

Die ersten Arbeiten haben bereits begonnen.

"Auch im Verkehrsbereich muss endlich Klimaschutz betrieben werden. Daher fordern wir Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, alle Straßenneubauprojekte zu stoppen und die Projekte des Bundesverkehrswegeplans unter Klimaschutzgesichtspunkten neu zu bewerten. Dieses Straßenbaumoratorium muss auch den geplanten Auerbergtunnel umfassen", kommentiert der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner den Planfeststellungsbeschluss zum B2 Ausbau zwischen Eschenlohe und Oberau.

"Wir lehnen den Auerbergtunnel grundsätzlich ab, weil er den Weg für noch mehr Autos in das Loisachtal öffnet. Mensch und Natur sind die Leidtragenden", erklärt Axel Doering, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen. "Trotzdem werden wir auf eine Klage verzichten, weil es auf dem Klageweg nach aktueller Gesetzgebung und Rechtsprechung nahezu aussichtslos ist, eine falsche Verkehrspolitik zu korrigieren."

Der Auerbergtunnel ist nur ein Mosaikstein einer Straßenbauorgie im Loisachtal. Neben dem in Bau befindlichen Kramertunnel und der Tunnelumfahrung von Oberau ist auch ein Wanktunnel geplant. Zusätzlich wird derzeit auch noch ein neuer Anschluss der B23 an die B2 geplant.

Der BUND Naturschutz hat den Auerbergtunnel grundsätzlich abgelehnt, weil durch den Bau die Pförtnerfunktion des Autobahnendes bei Eschenlohe verloren geht und das Loisachtal mit noch größeren Blechlawinen fluten wird. Für den notwendigen Ausbau der parallel laufenden Bahnlinie ist dagegen leider kein Geld im Bundesverkehrswegeplan eingestellt. Der BN kritisiert diese falsche Verkehrspolitik aufs schärfste.

Thomas Frey, BN-Regionalreferent (thomas.frey@bund-naturschutz.de)

Der BN sah nach den Erfahrungen mit dem Kramertunnel keine Chance mit einer Klage das Bauprojekt noch abzuwenden.


Biodiversität in ungenutzten Wäldern

Seit Tausenden von Jahren nutzt der Mensch in Mitteleuropa die Ressource Holz und hat den Wald auf ca. ein Drittel seiner Fläche zurückgedrängt. In diesen verbliebenen Wäldern hat intensive Forstwirtschaft dazu geführt, dass heutzutage sehr viele Arten, welche an alte Bäume und Totholz gebunden sind, auf den Roten Listen stehen und in genutzten Wäldern fehlen.

 

Dr. Claus Bässler forscht seit vielen Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald, in dem seit nunmehr über 40 Jahren die forstliche Nutzung ruht. In dieser Zeit unterlagen die Wälder des Parks einer starken Dynamik durch Windwürfe und Borkenkäfer. Das großflächige Absterben der älteren Fichtenbestände entfachte eine intensive emotionale Diskussion bis hin zu Vorwürfen, die Strategie „Natur Natur sein lassen“ führe zu einer „ökologischen Wüste“. Am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald wird Dr. Bässler in seinem Vortrag "Biodiversität in ungenutzten Wäldern" beleuchten, welche Effekte das Naturschutzinstrument „Schutzgebiet“  auf die Entwicklung der Biodiversität hat.

 

 

 

Wechsel im Vorsitz der BN-Ortsgruppe "Murnau mit UMgebung"

Nach zwölf erfolgreichen Jahren gab Dr. Rudolf Nützel die Führung der BN-Ortsgruppe "Murnau mit Umgebung" ab. Ich danke ihm für sein Engagement und sein Stehvermögen in Konflikten, die im Natur- und Umweltschutz nie ausbleiben. Gleichzeitig gratuliere ich Ingrid Geiersberger herzlich zu ihrer Wahl und heiße Sie im "Team" der Kreisvorstandschaft willkommen. Der Dank gilt auch allen aus der Ortsgruppen-Vorstandschaft ausscheidenden Mitgliedern, die uns und unsere Sache über Jahre vertreten haben. Axel Doering (Kreisgruppenvorsitzender)

08.05.2019