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Mitmachaktion: Gartenschläfer gesucht!

Doch wo lebt der Gartenschläfer überhaupt?

Foto: Sven Büchner
Tagsüber wird man sie nur sehr selten sehen. Denn Gartenschläfer (Eliomys quercinus) sind meist nachtaktiv. Tagsüber schlafen die putzigen Tierchen oft in den Höhlen alter Bäume, die sie auch für die Aufzucht ihrer Jungen nutzen. Anders als ihr deutscher Name vermuten lässt, leben Gartenschläfer überwiegend in Laub- und Nadelwäldern mit einer vielfältigen Bodenvegetation mit Moosen, Beerensträuchern und felsigen Strukturen. Aber auch im Gebirge wurde er schon in großen Höhen nachgewiesen.Durch die nachtaktive Lebensweise des Gartenschläfers ist über seine Verbreitung in Oberbayern relativ wenig bekannt.

Seit den 1970er-Jahren hat sich das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers in Europa halbiert und ist auf wenige isolierte Bereiche zusammengeschrumpft. Da die Bundesrepublik im Kern des verbliebenen Verbreitungsgebietes liegt, hat Deutschland eine besondere Verantwortung, um den bedrohten Gartenschläfer zu schützen.

Doch wo lebt der Gartenschläfer überhaupt?
Diese Frage soll nun auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geklärt werden. Und dafür brauchen wir Ihre Mithilfe. Mit Wildkameras, Nistkästen und Spurenrohren wollen wir dem Bilch auf die Schliche kommen. Interessierte melden sich bitte in der Geschäftsstelle. Eine Online-Einführungsveranstaltung zum Projekt findet am 19. März statt.

 

 


Auerbergtunnel als Ausdruck falscher Verkehrspolitik

Die ersten Arbeiten haben bereits begonnen.

"Auch im Verkehrsbereich muss endlich Klimaschutz betrieben werden. Daher fordern wir Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, alle Straßenneubauprojekte zu stoppen und die Projekte des Bundesverkehrswegeplans unter Klimaschutzgesichtspunkten neu zu bewerten. Dieses Straßenbaumoratorium muss auch den geplanten Auerbergtunnel umfassen", kommentiert der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner den Planfeststellungsbeschluss zum B2 Ausbau zwischen Eschenlohe und Oberau.

"Wir lehnen den Auerbergtunnel grundsätzlich ab, weil er den Weg für noch mehr Autos in das Loisachtal öffnet. Mensch und Natur sind die Leidtragenden", erklärt Axel Doering, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen. "Trotzdem werden wir auf eine Klage verzichten, weil es auf dem Klageweg nach aktueller Gesetzgebung und Rechtsprechung nahezu aussichtslos ist, eine falsche Verkehrspolitik zu korrigieren."

Der Auerbergtunnel ist nur ein Mosaikstein einer Straßenbauorgie im Loisachtal. Neben dem in Bau befindlichen Kramertunnel und der Tunnelumfahrung von Oberau ist auch ein Wanktunnel geplant. Zusätzlich wird derzeit auch noch ein neuer Anschluss der B23 an die B2 geplant.

Der BUND Naturschutz hat den Auerbergtunnel grundsätzlich abgelehnt, weil durch den Bau die Pförtnerfunktion des Autobahnendes bei Eschenlohe verloren geht und das Loisachtal mit noch größeren Blechlawinen fluten wird. Für den notwendigen Ausbau der parallel laufenden Bahnlinie ist dagegen leider kein Geld im Bundesverkehrswegeplan eingestellt. Der BN kritisiert diese falsche Verkehrspolitik aufs schärfste.

Thomas Frey, BN-Regionalreferent (thomas.frey@bund-naturschutz.de)

Der BN sah nach den Erfahrungen mit dem Kramertunnel keine Chance mit einer Klage das Bauprojekt noch abzuwenden.


Biodiversität in ungenutzten Wäldern

Seit Tausenden von Jahren nutzt der Mensch in Mitteleuropa die Ressource Holz und hat den Wald auf ca. ein Drittel seiner Fläche zurückgedrängt. In diesen verbliebenen Wäldern hat intensive Forstwirtschaft dazu geführt, dass heutzutage sehr viele Arten, welche an alte Bäume und Totholz gebunden sind, auf den Roten Listen stehen und in genutzten Wäldern fehlen.

 

Dr. Claus Bässler forscht seit vielen Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald, in dem seit nunmehr über 40 Jahren die forstliche Nutzung ruht. In dieser Zeit unterlagen die Wälder des Parks einer starken Dynamik durch Windwürfe und Borkenkäfer. Das großflächige Absterben der älteren Fichtenbestände entfachte eine intensive emotionale Diskussion bis hin zu Vorwürfen, die Strategie „Natur Natur sein lassen“ führe zu einer „ökologischen Wüste“. Am Beispiel des Nationalparks Bayerischer Wald wird Dr. Bässler in seinem Vortrag "Biodiversität in ungenutzten Wäldern" beleuchten, welche Effekte das Naturschutzinstrument „Schutzgebiet“  auf die Entwicklung der Biodiversität hat.

 

 

 

Wechsel im Vorsitz der BN-Ortsgruppe "Murnau mit UMgebung"

Nach zwölf erfolgreichen Jahren gab Dr. Rudolf Nützel die Führung der BN-Ortsgruppe "Murnau mit Umgebung" ab. Ich danke ihm für sein Engagement und sein Stehvermögen in Konflikten, die im Natur- und Umweltschutz nie ausbleiben. Gleichzeitig gratuliere ich Ingrid Geiersberger herzlich zu ihrer Wahl und heiße Sie im "Team" der Kreisvorstandschaft willkommen. Der Dank gilt auch allen aus der Ortsgruppen-Vorstandschaft ausscheidenden Mitgliedern, die uns und unsere Sache über Jahre vertreten haben. Axel Doering (Kreisgruppenvorsitzender)

08.05.2019